Architecture of Hope – Die Architektur der Hoffnung

BERTINI-Preis 2023 · Helmut-Schmidt-Gymnasium

33 Schüler*innen des Helmut-Schmidt-Gymnasiums in Wilhelmsburg wandten sich gemeinsam mit jüdischen und arabischen Jugendlichen in verschiedenen Projekten ihrer Kampagne „Architecture of Hope“ gegen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus. Nach dem Angriff der Hamas auf Israel wurde ihr Engagement erschüttert, aber nicht gestoppt.

Sie setzten sich mit der Geschichte des Holocausts auseinander und engagierten sich gegen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus. Sie wollten Brücken aufbauen in Hamburg, Israel und Spanien. 33 Schüler*innen des Helmut-Schmidt-Gymnasiums taten sich in ihrer Kampagne „Architecture of Hope“ mit 16 jüdischen und 16 arabischen Jugendlichen aus Israel zusammen, um gemeinsam einen Weg der Hoffnung für ein friedliches Miteinander zu entwickeln.


Jonas Walzberg
Jonas Walzberg

Im Juni 2023 empfingen die Wilhelmsburger Jugendlichen zunächst ihre 16 jüdischen Gäste aus Israel in Hamburg. Sie stellten zusammen ein Theaterstück, eine Performance und eine Ausstellung auf die Beine, um Vorurteile abzubauen und in der Öffentlichkeit ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Im September kamen 16 arabische Jugendliche aus Rahat, einer Beduinenstadt in Israel in die Hansestadt. Auch während dieses Besuches entstanden gemeinsame Projekte, wie eine weitere Theateraufführung im Bürgerhaus Wilhelmsburg. Erneut ging es um die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und das Überbrücken von Vorurteilen. Als Höhepunkt sollten sowohl die Wilhelmsburger als auch die jüdischen und die arabischen Israelis am 7.Oktober in der spanischen Stadt Córdoba zusammentreffen. Doch der Angriff der Hamas auf Israel zerstörte diese Pläne.


Jonas Walzberg

Die Wilhelmsburger Schüler*innen bewältigten die schockierenden Nachrichten des Angriffs, blieben so gut es ging mit den Jugendlichen in Israel in Kontakt und erarbeiteten stellvertretend für die ganze Gruppe allein in Córdoba eine weitere Performance. „Wir sehen uns als Mittler zwischen den verschiedenen Welten“, sagt Schüler Peer Petersen (18). Auch in Hamburg folgten weitere Engagements, der begonnene Dialog wird fortgesetzt. „Wir haben mit unserer Kampagne auch in Zeiten der Dunkelheit und Sprachlosigkeit einen Raum der Begegnung geschaffen, den wir weiter offenhalten“, sagt Nastaran Amiry (17).

Jonas Walzberg

„Wir haben mit unserer Kampagne auch in Zeiten der Dunkelheit und Sprachlosigkeit einen Raum der Begegnung geschaffen, den wir weiter offenhalten“

Nastaran Amiry (17)


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