Das Stück endet mit der Darstellung eines Femizides, der Tötung einer Frau durch ihren gewalttätigen Partner, weil sie vor ihm ins Frauenhaus fliehen will. Zwischen den Szenen werden Fakten und Zahlen zu Frauengewalt genannt, die zeigen, wie real das Thema ist. Das verdeutlichen auch die Plakate auf den Stühlen der Zuschauer. Jedes Plakat listet einen gesichert stattgefundenen Femizid aus, also die Tötung einer Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner aus einem geschlechtsbezogenen Motiv. „Wir wollten zeigen, das Gewalt gegenüber Frauen schon mit Worten und Gesten anfängt“, sagt Farhan Akrami (18). „Unsere Botschaft an die Schüler*innen war deshalb auch, nicht wegzuschauen, wenn etwas passiert, sondern einzugreifen“, sagt Mahla Hossein Zadeh (20).
„Wir wollten zeigen, das Gewalt gegenüber Frauen schon mit Worten und Gesten anfängt“
Die Schüler*innen gaben aber auch Informationen zu Beratungsstellen weiter, um eventuell Betroffenen Mut zu machen sich entsprechende Hilfe zu holen. Das kam bei den jugendlichen Zuschauer*innen in der Schule gut an, die sich auch beim anschließenden Publikumsgespräch sehr offen zeigten, über eigene Erfahrungen sprachen und Fragen stellten. Doch auch die jungen Darsteller*innen haben durch die Beschäftigung mit dem Thema neue Erkenntnisse gewonnen. „Es hat auch mein Bewusstsein geschärft für den Respekt gegenüber Frauen“, sagt Talip Cengiz (19).