„Wir waren entsetzt, das ausgerechnet in der Halle des Namensgebers unserer Schule eine Partei mit nachweislich rechtsextremistischen Tendenzen auftritt“, sagt die damalige Schülervertreterin Angelina Sziegat (18). Die Schule konnte den Auftritt nicht verhindern, denn die Halle wird über ein Hamburger Unternehmen vermietet, doch „wir wollten nicht stumm zusehen“, sagt die damalige Schulsprecherin Soma Rahman Ahmed (18). Gemeinsam mit der ganzen Schule organisierten 32 engagierte Schüler*innen eine Protestaktion unter dem Motto „Feste der Demokratie“. Sie gestalteten die Schule mit Protestplakaten wie „Nein zu Rassismus“ oder „Kein Platz für Faschismus“ und hängten quer über den Schulhof ein Banner mit dem Slogan „Demokratie braucht keine Alternative“. Schüler*innen engagierten sich einen Tag später auch bei einer Demonstration im Stadtteils. Und zeigten bei einer zweiten Veranstaltung der AfD im Februar 2025 erneut Präsenz. Der Protest führte zum Erfolg: Die Friedrich-Ebert-Halle wird künftig nicht mehr an Parteien vermietet. „Das zeigt uns, wie wichtig Zivilcourage ist und dass man auch mit kleinen Dingen etwas Großes erreichen kann“, so Angelina.
„Das zeigt uns, wie wichtig Zivilcourage ist und dass man auch mit kleinen Dingen etwas Großes erreichen kann“