1943 deportieren ihn die Nationalsozialisten nach Auschwitz-Birkenau, wo er ermordet wurde. In Erinnerung an die Opfer des nationalsozialistischen Regimes vergibt der Deutsche Fußballbund seit 2005 jährlich den Julius-Hirsch-Preis an Gruppen oder Personen, die sich gegen Antisemitismus oder Rassismus engagieren. Zur 20.Preisverleihung rief der Bildungsträger „Bildung am Millerntor“ (BAM!) Hamburger Schulen dazu auf, sich für den Aktionsmonat „Julius-Hirsch-Schule“ zu bewerben. Die BS02 wurde dafür ausgewählt.
An den Aktionen mit Workshops, Projekten wie einer Graffiti-Aktion und Exkursionen etwa in die KZ-Gedenkstätte Neuengamme nahmen verschiedene Gruppen von Schüler*innen teil. 14 Schüler*innen engagierten sich besonders. Einige präsentierten in einer Ausstellung etwa die Biografien von verfolgten und ermordeten jüdischen Sportler*innen während der NS-Zeit. Andere recherchierten für ein Plakat Vorfälle in der Hansestadt, an denen es im Zeitraum von 1945 bis heute rechte Gewalt gegeben hat und markierten diese Orte auf einer selbsterstellten Karte. „Die Geschichte zeigt, das selbst berühmte Personen wie ein deutscher Nationalspieler nicht davor geschützt waren, ausgegrenzt zu werden“, sagt Annika Schichta (26). „Deshalb müssen wir Haltung zeigen und gegen Diskriminierung entschlossen vorgehen“, sagt Hannes Teetz (23).
„Die Geschichte zeigt, das selbst berühmte Personen wie ein deutscher Nationalspieler nicht davor geschützt waren, ausgegrenzt zu werden“