BERTINI-Preisträger 2007
Der BERTINI-Preis honoriert Projekte, die gegen die Ausgrenzung von Menschen in dieser Stadt eintreten. Er fördert Vorhaben, die Erinnerungsarbeit leisten und die Spuren vergangener Unmenschlichkeit in der Gegenwart sichtbar machen. Er würdigt junge Menschen, die ungeachtet der persönlichen Folgen couragiert eingegriffen haben, um Unrecht, Ausgrenzung und Gewalt von Menschen gegen Menschen in Hamburg zu verhindern. Auch im Jahr 2007 wurden solche Projekte von jungen Menschen der Stadt durchgeführt. Am 27. Januar 2008 sind im Ernst-Deutsch Theater in Hamburg wieder die BERTINI-Preise an folgende Projekte vergeben worden:
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SS-Mord an einem Zwangsarbeiter
18 Realschülerinnen und -schüler der Wilstorfer Haupt- und Realschule Hanhoopsfeld befassten sich mit dem Schicksal des polnischen Zwangsarbeiters Julian Milejski. Er wurde von einem SS-Kommando in Stelle ermordet. Sein Vergehen: Die Liebe zu einer deutschen Frau.
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Die Nazis in Holland
Nach einer Klassenfahrt durch Holland gestalteten Marcel Grove und Jörg Morais von der Förderschule Pröbenweg eine besondere Fotoausstellung. Sie zeigt den Terror des NS-Regimes im Nachbarland Holland von 1940 bis 1945.
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Vergessene Lager
Auf dem Gelände der Max-Brauer-Schule in Altona stand einst ein Zwangsarbeiterlager. Zwei Schülerinnen und vier Schüler erfahren davon, recherchieren die fast vergessenen Hintergründe und machen sie öffentlich.
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Sein im Nichtsein
Das Thema Exil als Theaterstück zu inszenieren war für zwölf Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgymnasiums Gropiusring eine große Herausforderung. Sie stellten sich ihr - mit Erfolg.
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Schüler gegen Mobbing
Alexander Hemker (16) wurde jahrelang von seinen Mitschülern gemobbt. Er litt so sehr darunter, dass er beschloss, die Schule zu wechseln. Auf seiner neuen Schule hat der Gymnasiast keine Probleme, er hat Freunde, geht begeistert seinen Hobbys Tanzen, Tennisspielen und Segeln nach. Dennoch ließ ihn das Thema Mobbing nicht mehr los. Er gründete eine Internetseite, auf der Schüler, Eltern und Lehrer heute Rat und Hilfe rund um das Thema Mobbing finden.
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Die Kindertransporte
Viele jüdische Kinder entkamen Nazi-Deutschland nur ohne ihre Eltern. Um ihre Kinder zu retten, schickten Eltern sie mit den so genannten Kindertransporten allein nach England. Acht Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Lerchenfeld wollten mehr über die Transporte erfahren. Sie suchten nach Zeitzeugen und drehten mit ihnen einen Film.
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Das Ende einer glücklichen Familie
Sieben Schülerinnen des Heisenberg-Gymnasiums gingen den Spuren der jüdischen Familie Horwitz aus Harburg nach. Die Kinder der Familie waren Ende der dreißiger Jahre mit einem der Kindertransporte nach England entkommen.
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